- Schäferei Kerstlingerode

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Beweidung im Dorf
Seit 2016 findet wieder eine Beweidung mit Schafen auf ausgesuchten Plätzen im Dorf statt.
Da sich die Tiere bis Herbst in geschützten Biotopen im Umfeld des Landkreises und der Stadt Göttingen aufhalten, fand bis 2020 nur eine Winterbeweidung statt. Beweidet wurden bisher die Fläche um die Teiche sowie anliegende Gärten und einen Feldweg, sporadisch auch die Grünflächen des Obdachlosenhäuschens und des Feuerwehrhauses.

Am 14. September 2020 startete ein neues Pilotprojekt in Absprache mit dem Kirchenvorstand. Der Friedhof und der Garten vom Pfarrhaus werden nun auf den freien Flächen von Schafen beweidet. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen sollen damit Kosten eingespart werden, aber auch die seit 2019 vom Dorfrat gestartete Initiative Blühendes Dorf - Förderung von Bienen und Insekten, unterstützt werden. Da sich nun eine kleine Schafherde ganzjährig in Kerstlingerode befindet werden, solange es noch möglich ist, auch die Teiche und anliegende Flächen beweidet.

In Kerstlingerode und Umgebung sind Weideflächen leider rar. Bisher bestand hier leider noch fast keine Möglichkeit die Herde auch in der Vegetationszeit grasen zu lassen. Einzig im Winter gab es die Möglichkeit, an den Teichen, den anliegenden Gärten sowie einen vergrasten Weg zu beweiden. Ob dies jedoch zukünftig weiter möglich ist, ist aufgrund von Neuverpachtungen ungewiss.

Weiterhin gesucht werden somit hier in der Nähe Winterweiden für etwa 30 Schafe. Auch eine Sommerwiese von der Größe 1 - 2 ha wird zur Pacht zwecks Heuproduktion und Winterbeweidung gesucht.

Die Landschaft bei uns
Auch wenn Kerstlingerode den Landschaften von Groß Lengden oder Reinhausen nicht das Wasser reichen kann, gibt es auch bei uns erwähnenswerte Gegebenheiten.
Kerstlingerode kann mit seinen drei Wäldern leider nicht als Wanderoase punkten. Zwei von diesen Wäldern scheiden aufgrund der schlanken Linie ohnehin schon aus. Der dritte Wald hat mit seinem Buchenbestand jedoch ein As im Ärmel. Hier gab es zum Glück in der Vergangenheit kaum Kalamitäten zu benennen. Er dient jedoch als reiner Wirtschaftswald - die Bevölkerung freut´s, sie erhalten hier (fast) klimaneutral ihr Brennholz. Leider sucht man hier vergebens eine schöne alte Omabuche. Einzig zwei Ulmen befinden sich am Waldesrand.
Als Ausgangspunkt für Spaziergänge, zum Wandern oder einen Fahrradausflug liegt Kerstlingerode recht zentral. Hat man den Wald erst einmal durchstreift, finden sich unzählige Routen und Ziele wieder.

An einem der schmalen Wäldchen (Moosgrund) befindet sich eine unserer zwei Quellen. Diese weist wohl so gutes Wasser auf, dass sie als Brunnen für das Trinkwasser mehrerer Dörfer dient. Die zweite Quelle befindet sich unterhalb des Friedhofs. Ob dieses Wasser genusstauglich ist, wage ich zu bezweifeln. Sowieso tritt hier nicht ganz so viel Wasser aus der Sickerquelle hervor. Der so entstandene Bachlauf fließt am Feuerlöschteich sowie an den zwei alten Fischteichen vorbei und mündet in die Garte.

Tierwelt
Kerstlingerode ist ein relativ kleines Dorf mit guten ertragreichen Böden. Denen ist es geschuldet, dass die Flächen einen hohen Ackeranteil aufweisen. Richtung Bischhausen findet man einen Acker nach dem anderen vor. Leider ist die Fläche hier sehr strukturarm und ausrangiert. Hecken und Bäume würde man sich hier sehr wünschen...

Nichts desto trotz findet man unglaublicher Weise hier jedoch noch stellenweise das Rebhuhn. Eine Vogelart, die in den letzten Jahrzehnten einen Artenschwund von über 90%! zu verzeichnen hat und trauriger Weise wohl kurz vor dem Aussterben ist.
Hotspots befinden sich jedoch noch in Geismar/Diemarden und Nesselröden. Beide Orte, die nicht weit von Kerstlingerode entfernt sind. Auch im benachbarten Rittmarshausen finden sich noch einige Rebhühner vor.


Der heimliche Star in Kerstlingerode ist jedoch - als Insekt des Jahres 2020 gekürt - der Schwarzblaue Ölkäfer, eingestuft in der Roten Liste als gefährdete Art. Die Larven des Käfers sind abhängig von solitär lebenden Bienen. Das heißt, dort wo diese Art sich aufhält, gibt es noch ein gesundes Vorkommen an Wildbienen.
In der gesamten Gemeinde ist nur noch ein weiterer Fundort bekannt (Gelliehausen).
Seit Jahren (oder auch Jahrzehnten) tritt dieser schon ab Mitte März, bei den ersten wärmeren Sonnenstrahlen, im Lindenweg in Erscheinung. Bekannt ist bis jetzt eine Stelle. Doch wer weiß, vielleicht treffen wir zukünftig ihn des Öfteren an.

Auf den Feuchtwiesen an der Garte besuchte uns in diesem Jahr seit längerer Zeit wieder ein Storch. Dieser hat sein Nest in Rittmarshausen und holt seinen Appetit wohl ganz gerne von den guten Kerstlingeröder Fröschen.

Weitere Tierarten wie Mehlschwalben, Turmfalken, Fledermäuse und Glühwürmchen findet man hier auch noch. Dazu gibt es später mehr.

Bäume
3 bemerkenswerte Bäume erhalten hier ihren Ehrenplatz.

  • Der höchste Baum (eigentlich ist es ein Zwillingsbaum) im Dorfkern ist eine Esche und befindet sich süd-östlich der Kirche. Umringt von Häusern steht dieser Baum mit einer beachtlichen Höhe von über 25 Meter über den Dächern. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Baum noch lange gesund bleibt und seine menschlichen Nachbarn erbarmen zeigen und nicht zu schnell die Motorsäge zücken.

  • Der zweithöchste - wiedereinmal ist es ein Zwillingsbaum - und wohl auch der imposanteste und sicherlich schönste Baum von Kerstlingerode ist eine Linde. Wie es sich gehört steht dieser im Lindenweg und erreicht eine Höhe von etwa 20 Meter. Traumhaft ist es Ende Juni von morgens bis abends das Gesumme der abertausenden Bienen zu hören, die die Lindenblüten besuchen. Herrlich ist es auch morgens bei Sonnenaufgang, wenn die ersten Lichtstrahlen durch die Krone scheinen oder abends auf der Terasse zu sitzen und dabei zu sehen wie Fledermäuse umherfliegen oder Glühwürmchen die Nacht erleuchten.

  • Der dritte Baum ist nicht hoch, nicht imposant, steht auch nicht direkt im Dorf. Aber das die alte Kirsche noch so auf der Wiese steht, ganz einsam, meine ich ist zur heutigen Zeit doch schon bemerkenswert. Fast könnte man glauben, hier steckt mehr hinter...
 
© 2021 Schäferei Kerstlingerode - Impressum & Datenschutzerklärung befindet sich oben in Kontakt
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü